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Das Museum entstand vornehmlich durch das Interesse an Musikinstrumenten der Völker aus aller Welt und deren Kultur. Das Hervorstechende ist die Vielfalt, sowie die kunstvolle und liebevolle Ausarbeitung der einzelnen Instrumente, die von besonderer Handwerkskunst zeugen, aber auch von dem Stellenwert der Musik in allen Teilen der Länder unserer Erde. Die Fragen: "woher, wofür, wie gebaut, von wem gespielt, warum in dieser Form..." mehren sich, je länger und intensiver die Zuwendung zu jedem einzelnen Exponat wird. Erst sind sie bloß ein Fremdkörper aus verschiedenen Materialien gefertigt, dann werden sie Freunde, bis sie irgendwann wie zu einem kleinen Heiligtum für den werden, der sie zum klingen bringt, der ihnen eine Stimme verleiht.

Unser Anliegen ist es, die Instrumente lebendig zu halten, keine "Musikleichen" in Vitrinen auszustellen. Da es für derlei Instrumente meist keine Lehrer in greifbarer Nähe gibt, ist es von Nöten auf anderen Wegen eine Fertigkeit auf ihnen zu erlangen. Neben intensivem Musik hören -aus aller Welt- und dadurch einen Zugang, ein Verständnis zu den Melodien und Rhythmen anderer Völker zu bekommen und empfinden zu können, gehört ein offenes Ohr für das, was das Instrument einem vermittelt. Dann heißt es nur noch üben, üben, üben - und die Freude und Intimität zwischen Instrument und Spieler kommen fast von alleine.

Das Spiel auf diesen Instrumenten während einer Führung geschieht in einer offenen, heiteren und zum Staunen anregenden Atmosphäre. Die Besucher erleben wohltuende, mächtige oder exotisch anmutende Instrumente und Melodien, die sie vorher -wahrscheinlich- noch nie gehört haben, sie erfahren Geschichten zu einzelnen Exponaten, deren Herkunft, Erwerb, Gebrauch und vieles mehr.

Hier nur ein kleiner Ausblick auf einige der Instrumente, die vorgeführt werden: ein afrikanisches Daumenklavier, eine Nusspfeife der Tikunaindianer des Amazonas, eine indische Schreibmaschinen-Zither, eine thailändische Mundorgel, eine Trichtergeige aus Chicago mit einem Trichter wie von einem Grammophon, das Didgeridoo der Ureinwohner Australiens, der Komus aus Kirgistan, die rumänische Klarinette aus einem Schilfrohr, die Maultrommel und...

Ebenso der Maultrommelkurs, das Instrument der Liebenden! Heute weniger, früher umso mehr – früher sogar so sehr, dass es von Polizei und Kirche verboten wurde, die Maultrommel zu spielen. Die Kirche sah es nicht gerne, dass der Bursch’ zum Mädchen seines Herzens mit Leiter und Maultrommel „bewaffnet“ eilte und ihr beim "Fensterln" ein Ständchen brachte...
Die Polizei hatte des Öfteren mit Klagen der Bevölkerung hinsichtlich der Ruhestörung zu kämpfen, denn sie zogen oftmals nicht alleine los und das es dann wohl hin und wieder auch einmal ein wenig lauter wurde, das kann man sich schon vorstellen. Heute wäre es wieder möglich, doch wo sind die Burschen geblieben!!

In unserem Maultrommelkurs kann man nicht nur die Kunst des damaligen Umwerbens erlernen, sondern sehr unterschiedliche Maultrommeln hören. In vielen Ländern der Erde wird sie gespielt. Im Musikinstrumenten Museum der Völker Sankt Gilgen gibt es Maultrommeln aus Neuguinea, von den Philippinen, aus Japan (Ureinwohner, Ainu), Bali, Afghanistan, Kirgistan, Indien, Sibirien, Altai, Vietnam, Taiwan, Italien, Ungarn, Finnland, China, Argentinien... und selbstverständlich aus Österreich zu sehen und teilweise zu hören.

Wir freuen uns auf Sie und hoffen Sie für eine kurze Zeit in eine andere Welt entführen zu dürfen, - in die Welt der Musik!