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Seit längerer Zeit bekomme ich immer wieder, fast täglich, lästige E-Mails mit Gewinnbenachrichtigungen in utopischen Größenordnungen. Verlockend, aber doch eher etwas für den "Papierkorb"! Ansonsten wäre ich schon Multimilliardär!...
Am 19. September 2012 bekomme ich eine Mail; sie ist in Englisch verfasst und beginnt mit: "Dear Mr." - wie die meisten meiner Benachrichtigungen der Millionengewinne. Ich lösche sie und finde sie am nächsten Tag (20. September) auf dem anderen Computer wieder und überfliege sie sehr beiläufig, eigentlich sticht mir nur ein Wort ins Auge: "Instrument". Ups! - keine Millionen? Und so habe ich sie doch gelesen...

Dear Mr.
I’m ..., composer from Uzbekistan (Central Asia). They say that you are interesting with traditional instruments. I have Uzbek traditional instrument which call “Tanbur”. I bought 9 moth before in very good quality. I’m going to change my instrument to big. That’s why I want to sell my instrument Tanbur for ... euro. In attachment you can find photo of my instrument.
Tanbur – is one of the chief Uzbek traditional instrument(like Sitar in India), which consist of 4 strings. Just 1st string for melody and other 3 strings for resonance. Inside of each pitch you can do a lot of ornaments. It has long fingerboard with ornaments on it from special stones.On Tanbur possible perform solo; in ensemble, accompanied to voice. Also it’s possible to play in Tanbur with violin bow. Than it call Sato. Sato usually play just solo. Because it has specific sound. If you are interested, please call to my friend...
I’m here as guest, as participant of Klangspuren contemporary music festival in Innsbruck. And in the early morning 22nd I will leave

Es begann ein intensiver hin-und-her-Mail-Schriftverkehr mit Fragen und Antworten und auch Missverstänissen... - alles am 20. September.
Am 21. geht es weiter, Mail um Mail. Gegen 10:30 Uhr rufe ich ihn an; weitaus einfacher als die Mailerei! Wir kommen überein; er geht zur Post, fragt dort was das Porto nach Sankt Gilgen kostet und ich überweise den Betrag für das Instrument und das Porto auf das Konto des Hotels in Innsbruck, das sich freundlicher Weise bereit erklärte, meinem neuen usbekischen Freund das Geld in Bar auszuzahlen. Was für ein Unterfangen!
Am Telefon sagte er mir, dass die Post das Instrument nicht annehmen wollte, als er es dort - nur in die Stoffhülle eingesteckt - vorzeigte. Aber er habe es nun gut in starkem Karton verpackt; die Post würde es so annehmen. Ich war gespannt.
Es war ein selber bezahltes Geburtstagsgeschenk und als ich es abholte blickte man mir mit fragendem Blick nach und sagte: "Was hast denn du da bekommen?" Ich schmunzelte und sagte: "Ein Instrument... - - ... aus Usbekistan!"
Sehen Sie selber...!

Wir haben uns in den letzten Tagen schon ein wenig angefreundet! Es ist wirklich wundervoll!

Fotos >>>