Bei dem Kauf dieses Instrumentes war ich zwar dabei, leider wies mein Alter allerdings erst wenige Jahre auf, so ist keine Erinnerung daran vorhanden. An Aachen erinnere ich mich schon, beziehungsweise an den Thron des Kaisers im Karlsdom, an mehr aber nicht. Das Horn aus Afrika, wurde auf einer Art Flohmarkt feil geboten. Mein Vater, damals wie heute leidenschaftlicher Sammler, entdeckte es unter dem Tisch, auf dem verschiedenste Gegenstände verkauft wurden. Er fragte um den Preis, dieser war für eine junge Familie unerschwinglich. Ein paar Schritte weiter taucht der Afrikaner wieder auf und nennt einen besseren, doch immer noch zu hohen Preis. Er bittet, dass wir wieder zurück zu seinem Verkaufstisch kommen und erneut verhandeln. Wir gehen mit. Ein neuer Preis wird genannt, zu hoch. Mein Vater beteuert, dass er nicht sehr viel Geld bei sich hat, zieht seine Geldbörse hervor und breitet alles vor ihm aus. Dieser zählt und kommt zu dem Schluß, das Horn kann den Besitzer wechseln. Freude auf beiden Seiten. Als wir von ihm gehen wollen, nimmt er eine afrikanische Kopfstütze für Männer, die während des Schlafes die kunstvoll gestaltete Frisur in Form halten soll und eine Messingspirale, die den Frauen in früher Kindheit um den Hals gelegt wird und schenkt sie meinem Vater. Was für eine Geste!

Dieses Horn ist aus einem Baumstamm gearbeitet, 91 cm hoch und an der breitesten Stelle 16 cm dick. Das Anblasloch (Foto links oben) ist recht groß und grob gearbeitet, dünne Lippen verschwinden. Auf dem Foto darunter befindet sich ein mit dünnem Papier verdecktes Loch, bläst man in das Anblasloch, vibriert das Blättchen und ein Schnarrgeräusch wird hörbar. Das Foto unten/Mitte zeigt den Einblick in das Innere des Hornes. Die braunroten Stellen sind ehemalige breite Risse, die mit einer Masse ausgefüllt wurden. Der Klang ist dumpf und fast ein wenig wehklagend.

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