Dieses wunderbare Instrument heißt Guzheng und kommt aus China. Es ist nicht nur für das Auge ein Prachtstück, nein, sein Klang ist bezaubernd. Sobald die erste Saite erklingt entrückt der Ton den Zuhörer in eine andere, unfaßbare - im wahrsten Sinn - unfaßbare Welt. Der Körper entspannt sich und man gibt sich der Musik in den Arm.

Guzheng (auch Cheng, Dscheng genannt) ist eines der wichtigsten Instrumente Chinas. Sie ist eine Wölbbrettzither. Nur die Ch'in, die ehrwürdige, alte Zither, genießt ein noch höheres Ansehen. Die Guzheng geht ca. auf das 4. Jhd. vor Chr. zurück. Seit dem 8. Jhd. nach Chr. fand man sie als Ensembleinstrument bei Empfängen und zur unterhaltsamen "Hintergrundmusik" am Hof. Hierbei durfte es nur sehr zart und vorsichtig angeschlagen werden, um die Zuhörer nicht zu stören. Später wurde sie zum Soloinstrument und heute wird sie auch Konzertant vor einer großen Zuhörerschaft gespielt.

Die Decke (oben) ist gewölbt, daher der Name. Unser Instrument ist 160 cm lang, verjüngt sich von 34 cm auf 28 cm und hat eine Höhe von ca. 12 cm. 21 Saiten verschwinden (hier rechts im Bild) im Wirbelkasten, der aufgeklappt die Wirbel freigibt an denen die Saiten mittels eines Stimmschlüssels pentatonisch gestimmt werden. Früher waren die Saiten aus Seide gefertigt (bei der Ch'in nach alter Tradition von lebendigen Seidenraupen gewonnen), heute sind sie meist aus Stahl.

Der Spieler sitzt am rechten Ende, zupft mit seiner rechten Hand die Saiten im rechten Bereich. Manchmal sind es "nur" Daumen, Zeige- und Mittelfinger, manchmal kommt der Ringfinger auch zum Einsatz und heute findet man sogar Künstler, die mit allen 10 Fingern spielen. Hierbei werden Plektren nur auf Daumen, Zeige-, Mittel- und Ringfinger geklebt, der kleine Finger bleibt frei. Dies ergibt einen speziellen Klangeffekt, - das Plektron zupft hart, die Fingerkuppe weich. Früher spielten die Meister der Guzheng das Instrument mit ihren Fingernägeln, heute benutzt man einfache Kunstoff-, Bein- oder edle Elfenbeinplektren. Mit der linken Hand drückt er hinter den beweglichen Stegen (zum schnellen Umstimmen) mit zwei oder drei Fingern auf die angezupfte Saite um so den Ton zu verändern. Mit dieser Spieltechnik kann er ein zartes Vibrato oder auch ein steigendes und fallendes Glissando erreichen.

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